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Rucksack-Safaris: Kluges Packen und Planen Teil 3 von 5

Aktualisiert: 3. März


Rucksack Ausrüstung Safari-Wanderung
Gepackt

Dieser Blogeintrag aus der Blog-Reihe "Rucksack-Safaris: Kluges Packen und Planen", ist für alle, die interessiert sind an qualitativ hochwertigen Outdoor Coaching Touren / Retreats, wie unserem Walk-Your-Why in Südafrika und Trekking Wanderungen in Deutschland wie unser Coaching Bewegt! Trekking.


Die Reduktion auf das Wesentilche macht Raum für die wesentlichen Erkenntinsse.

Entlang des Jakobesweges in Spanien sind die Poststellen sehr gut an die tägliche Flut von Gepäckstücken, die von den Pilgern von unterwegs nach Hause geschickt werden, angepasst. Bei Wanderungen innerhalb der Zivilisation ist dies eine Option sich von der Last zu befreien, die nicht tragbar ist. Wenn wir in Südafrika in das Buschfeld gehen mit der klaren Vorgabe, wir hinterlassen keine Spuren und auch keine Zivilisationsgegenstände, bedeutet dies, dass diese Option nicht besteht. Umso wichtiger ist es sich wirklich auf das Wesentliche zu beschränken. Alles was wir für das Überleben im Busch benötigen und die persönlichen Sicherheit gewährleistet, muss mit. Der Rest darf zu hause bleiben.


Kommen wir zum leichten Packen. Wenn legendäre Abenteurer wie Rheinold Messner, Sir Ranulph Fiennes, Conrad Anker, Mike Horn, Robert Jasper, Steve House, Mark Twight, Jimmy Chin, Alex Honnold, Will Gadd, Nirmal Purja, Leo Houlding und viele mehr dieses Prinzip für sich entdeckt haben, dann sollten wir es für uns nutzen.

An dieser Stelle möchte ich Lutz zitieren: "Obwohl eine Backpacking-Safari weniger Ausrüstung erfordert als ein Bergsteigerausflug, haben mir unversöhnliche Situationen die Augen für die Möglichkeiten geöffnet, die sich in der Wildnis entfalten können. Daher wende ich weiterhin die Bergsteigerphilosophie an: Reise leicht genug, um es angenehm zu haben, ohne dabei Kompromisse bei der kritischen Sicherheitsausrüstung einzugehen."


Gewichtsreduziert unterwegs zu sein:

  • spart Energie.

  • verbessert das Gleichgewicht und die Beweglichkeit.

  • reduziert Ermüdung und Verletzungsanfälligkeit.

  • ermöglicht es dir, dich auf das Erlebnis zu konzentrieren und SPASS zu haben.


Wenn du nicht gewohnt bist, Lasten zu tragen, halte dich unbedingt and die empfohlene Obergrenze für das Rucksackgewicht von 20 % des gesamten Körpergewichts. Übrigens: Für Menschen mit sehr geringem Körpergewicht kann eine solche Begrenzung des Packgewichts eine Herausforderung sein, und Sie sollten bei Ihrem Krafttraining vor der Wanderung ein höheres Gewicht einplanen.



Was wiegt die Ausrüstung und wie kann ich das Gewicht kontrollieren?

Im Zusammenhang mit einem Wildnis-Trail in einem Safari-Gebiet [unterschiedliche Erlebnisse erfordern unterschiedliche Ausrüstung] liegt das ideale Gewicht des Basisrucksacks eines Teilnehmers [der Rucksack des Wildnisführers enthält zusätzliche Gegenstände] zwischen 12 und 14 kg, dazu kommen noch 3 Liter Trinkwasser.

Die fünf schwersten Dinge, die du mit dir führen wirst, sind fast immer dein Zelt, dein Schlafsack, der Rucksack, dein Essen und dein Wasser. Das einzige, wo eine Gewichtsreduktion nicht möglich ist, ist das Wasser. Bei einer Ausrüstung von angemessener Qualität, die nicht zu den ultraleichten Ausrüstungsgegenständen gehört, ergeben sich folgende Durchschnittsgewichte.


  • 2-Mann-Zelt +/- 2000 Gramm

  • 65-Liter-Rucksack +/- 1900 Gramm

  • Schlafsack mit einer Temperatur von 6 Grad Celsius +/- 1000 Gramm

  • Aufblasbare Schlafmatratze +/- 500 Gramm

Insgesamt können also 5400 Gramm für diese Gegenstände einkalkuliert werden. Nicht enthalten sind Kleidung, Regenkleidung, Campingschuhe, ein Stuhl [für anspruchsvolle Rucksacktouristen 😊], ein Erste-Hilfe-Set, ein Wasserreinigungssystem, ein Topf, ein Löffel, ein Taschenmesser, ein Kocher, Brennstoff, Lebensmittel, Wasser, eine Kamera und persönliche Gegenstände (wie z..B. Medikamente).


Auch das kommt vor: Regen in Afrika. Sind Ausrüstungsgegenstände nass, kann das kritisch werden.

Du wirst sicher schon ahnen, dass leichtes Packen einiges an Überlegung erfordert. Also, um den Spaß zu beginnen und den Ball ins Rollen zu bringen:

  • Informiere dich über das Gewicht der Ausrüstung, bevor du sie kaufst.

  • Vergleiche sie immer mit Alternativen.

  • Wiege alles, was du einpacken willst.

  • Fülle Flüssigkeiten in leichte, gut verschlossene und kleinere Behälter um.

  • Entferne alle unnötigen Verpackungen.

  • Packe mehrfach verwendbare Ausrüstung ein. Packe z. B. keinen Teller ein, da du auch aus dem Topf essen kannst, benutze deinen Löffel auch als Gabel. Nimm ein Taschenmesser mit, das du auch zum Essen werwenden kannst, usw.

  • Verwende multifunktionale Kleidung, die du in Schichtensystemen einsetzen kannst. Denke daran, dass zu jedem Schichtensystem unbedingt auch Regenkleidung gehören muss.

  • Im Winter kannst Du den Temperaturbereich deines Schlafsacks mit einer Jacke und anderen Kleidung erweitern. Denke jedoch daran, dass eine Überschichtung der Kleidung im Schlafsack kontraproduktiv ist.

  • Wenn du diesen Vorgang des Packens durchlaufen hast, wiege ihn und falls er zu schwer ist, ist weitere Gewichtsreduktion notwendig.

Je nach Jahreszeit kann das Gewicht des notwendigen Schlafsackes deutlich variieren. Im Winter tragen wir fast immer mehr Gewicht. Ein Sommerschlafsack wiegt bis zu 450 Gramm und ein Sommerfleece-Top etwa 230 Gramm. Ein Winterschlafsack wiegt dagegen mehr als 1600 Gramm und ein anständiges Winterfleece +/- 700 Gramm. Wenn man das sieht, kann man verstehen, warum es Sinn macht, wenn man oft auf Wanderungen geht, ernsthaft über die Anschaffung wirklich jahreszeitspezifischer Schlafsäcke nachzudenken.


... weiter geht es dann bald in Teil 4 dieser Blog Reihe.




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