5Räume: Unsere Gastgeberin Sonja stellt sich und ihren Beitrag vor
- Sonja Jüngling

- 27. Juni
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 1. Juli

Sonja Jüngling, Paar- und Sexualberaterin, Dozentin und Podcasthost beschäftigt sich damit, wie ein Umgang mit persönlichen Grenzen in mehr oder weniger intimen Situationen gelingen kann. Im sexuellen Kontext sind wir besonders verletzlich und es wird oft wenig verbal kommuniziert. Hier ist ein achtsamer Umgang mit dem ich und du besonders wichtig. Wie das gelingen kann, erzählt sie euch in ihrem Beitrag. In diesem Beitrag stellt sie sich vor:
Ich begleite seit über zwanzig Jahren erst ehrenamtlich und seit ein paar Jahren beruflich Vollzeit Paare und Personen, die ihre Beziehungswelt abseits der klassischen Norm gestalten möchten. Ich berate online und bin ansässig im Raum Münster. Dort, online und deutschlandweit halte ich eigene Workshops und bin außerdem an systemischen Ausbildungsinstituten als Lehrende tätig. Weiterhin bin ich Podcasthost vom Beziehungspodcast Mono, Poly & Co. und gebe hier regelmäßig viele Tipps für eine gesunde Beziehungsgestaltung mit. Als neurodivergente Person beschäftige ich mich immer auch privat mit den individuellen Grenzen von Personen. Diese Grenzen dürfen entdeckt, ernst genommen, gesetzt und verteidigt werden. Ich helfe regelmäßig meinen Klientinnen herauszufinden, wie das gelassen gehen kann.
Meine Verbindung zum Thema
Ich habe drei Berührungspunkte, die mich täglich begleiten:
Der gesunde Umgang mit den eigenen Grenzen ist eins der häufigsten Themen in meiner Beratung. Menschen verletzen sich, in dem sie persönliche Grenzen versehentlich oder aus Not übertreten. Hierbei sind Verständnis und Perspektivwechsel enorm wichtig.
Ich bin Teil der queeren, sexpositiven und FINTA-Szene und auch da ist ein guter Umgang mit Grenzen, Grenzverletzung, Konsens und Awareness immer wieder ein zentrales Thema.
In vergangenen Beziehungen habe ich auch zum Teil toxische Dynamiken erlebt und leider auch mitgestaltet. Es gab Druck und Empörung auf meiner Seite und wenig Souveränität und Güte. Ich musste lernen, wie ich mit unerwünschten oder grenzverletzenden Handlungen meines Gegenübers so umgehen kann, wie es zu meinen moralischen Werten passt.
Deswegen möchte ich in der b-side darüber sprechen. Ich glaube, dass ein sanfter, souveräner und gleichzeitig konsequenter Umgang im Zwischenmenschlichen viel befriedet und das eigene Sicherheitsgefühl enorm stärkt. Und nur, wenn wir uns sicher fühlen, im privaten und im beruflichen oder öffentlichen Raum, können wir wirklich in ein Miteinander gehen. Und das stärkt unsere ganze Gesellschaft und hilft uns enorm, mit den aktuellen Herausforderungen in der Welt umzugehen.

In meinem Vortrag erkläre ich, was persönliche Grenzen überhaupt sind, warum es wichtig ist, sie zu beachten und binde dabei die menschliche Entwicklung mit ein. Ich benenne Gründe für das Testen von Grenzen, um zu verinnerlichen, dass es oft kein „gegen mich“ sondern ein „für sich“ ist, was aus jedem Konflikt die Schärfe und den Abstand nimmt. Und natürlich zeige ich ganz praktische Lösungsansätze und -wege im Umgang damit auf.
Wir eröffnen diesen Raum und 4 weitere Gedankenräume für einen respektvollen Austausch zum Thema Grenzen.
Sei dabei. Am 24. Juli 2026 ab 18:30 ist Einlass und um 19:00 Uhr geht es los.
Hier kannst du Dein Ticket erwerben:
Dein Investment beträgt:
Deine Zeit (ca. 2,5 Stunden)
Idealerweise sportliche Aktivität durch Anreise mit dem Rad
25 Euro (Studenten / Schüler / Rentner 15,00 €) als Beitrag zur Deckung der Kosten
Jeder Cent der über Kostendeckung eingenommen wird, geht als Spende an die B-Side.
Es sind 55 Plätze verfügbar .
Veranstaltungsort
Fr, 24.07.2026 um 19:00 Uhr
B-Side, Münster
B-Side
Am Mittelhafen 42
48155 Münster



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